
Tierische Begleiter - Weggefährten mit Herz
Tiere haben mein Leben von klein auf begleitet - sie waren meine Freunde, Lehrer, Tröster und Seelenspiegel.
Jeder von ihnen hat mich auf seine ganz eigene Weise geprägt und mir gezeigt, was Vertrauen, Geduld und bedingungslose Liebe wirklich bedeuten.
Auf dieser Seite möchte ich meinen tierischen Begleitern Raum geben - denjenigen, die mich aktuell durchs Leben begleiten, und auch denen, die mich ein Stück meines Weges begleitet und tief berührt haben.
Sie alle sind Teil dessen, was mich heute ausmacht - als Mensch, als Tierheilpraktikerin und als zukünftige TFA.
Danke für jedes gemeinsame Stück Weg!
Meine tierischen Begleiter im Hier & Jetzt

Filou
Filou ist mein erster eigener Hund - und mein absoluter Herzenshund. Eigentlich war sein Einzug 2019 nicht geplant, aber manchmal schreibt das Leben eben seine eigenen Geschichten. Durch eine glückliche Fügung kam ich über unsere Tierärztin und Züchterin zu ihm - und von da an war alles anders.
Wir verstehen uns fast blind. Filou ist nicht nur mein täglicher Begleiter, sondern auch der Grund, warum ich überhaupt in den Dummysport eingestiegen bin. Gemeinsam haben wir Erfolge erreicht, die man als Ersthundeführerin wohl nicht unbedingt erwartet hätte - bis hin zum Start beim German Cup.
Er ist eine Seele von Hund. Ruhig, zuverlässig, klar - mit ihm an meiner Seite fühlt sich alles ein Stück leichter an. Filou ist nicht nur mein Hund, er ist mein Kompass, mein Ruhepol und mein bester Freund.

Taiyo
Taiyo kam 2019, ein paar Monate nach Filou, zu mir - ziemlich spontan und ungeplant, wie das Leben manchmal so spielt. Eigentlich wollte nur eine Freundin eine Katze vom Bauernhof holen. Ich fuhr mit - und fuhr mit einem Kätzchen nach Hause.
Am Anfang war Taiyo sehr menschenscheu und schnell unter dem Sofa verschwunden, sobald sich jemand bewegte. Kein Wunder: Auf einem Bauernhof geboren und erst spät an Menschen gewöhnt, kannte er Nähe kaum. Erst durch Filous ruhige, freundliche Art begann Taiyo sich zu öffnen - es war, als hätte er durch ihn gelernt, dass Nähe etwas Gutes ist.
Filou wurde sein bester Freund und zu einem sicheren Anker, durch den Taiyo mehr und mehr aus seiner Zurückhaltung kam.
Heute ist er ein selbstbewusster, freundlicher Kater, der weiß, was er will. Seit unserem Umzug aufs Land ist er Freigänger, und mit jedem Tag ist er ein Stück mehr aufgeblüht.
Er ist ein Charakter - verfressen wie ein Labrador, verschmust, wenn er es möchte, und tief verbunden mit seinen Hundegeschwistern. Ein echtes Familienmitglied.

Grace
Grace kam Ende 2022 zu mir - unverhofft, aber mit einer ganz eigenen Aufgabe. Sie stammt aus derselben Zucht wie Filou, sie ist seine 2 Jahre jüngere Schwester. Eigentlich war sie bereits in eine Familie vermittelt worden - doch wegen Verhaltensauffälligkeiten, vor allem vor dem Futternapf, kam sie mit einem knappen Jahr zurück zur Züchterin.
Als die Züchterin schwer erkrankte und ihr Mann die Hunde allein nicht mehr versorgen konnte, übernahm ich Grace - zunächst nur vorübergehend. Doch dann blieb sie. Und mit ihr zog die Herausforderung ein, die mich veränderte.
Grace war (und ist) kein einfacher Hund. Gerade im Vergleich zu Filou mussten wir beide viel lernen - vor allem lernen, einander zu verstehen. Sie zeigte Aggression, ich war überfordert. Wir sind aneinandergeraten, immer wieder. Aber wir sind drangeblieben. Schritt für Schritt haben wir Vertrauen aufgebaut - mit Zeit, mit Geduld, mit gegenseitigem Respekt.
Grace hat mir beigebracht, loszulassen. Sie hat mir beigebracht, Grenzen zu sehen - und zu achten. Bei ihr funktioniert nichts mit "einfach so". Sie will verstanden werden - und ich habe gelernt, sie zu lesen. Ihre Körpersprache, ihre Signale, ihre Bedürfnisse.
Heute ist Grace ruhiger, gelassener, näher bei sich selbst. Sie hat sich in unser kleines Rudel eingefügt - Filou, Taiyo und ich sind ihr sicherer Hafen geworden.
Grace ist für mich keine einfache Begleiterin. Aber sie ist eine der wertvollsten. Sie hat mich wachsen lassen - als Mensch, als Begleiterin und als Lernende auf dem Weg mit Tieren.
Spuren, die bleiben

Chica
Chica war eine ganz eigene Persönlichkeit - temperamentvoll, ballverrückt und nur für ihren engsten Kreis da. Wer nicht zur Familie gehörte, bekam das deutlich zu spüren - aber wer ihr Herz gewonnen hatte, durfte tiefe, treue Verbindung erleben.
Auch innerhalb unserer Familie war ich für Chica etwas Besonderes. An mir hing sie noch einmal mehr - und diese enge Bindung habe ich bis heute tief im Herzen bewahrt.
Im Sommer 2022 mussten wir sie schweren Herzens gehen lassen. Aber ihre Energie, ihr Blick, ihr wacher Geist - sie bleiben.

Tammy
Tammy kam erst spät in mein Leben - und hinterließ in nur einem Jahr einen bleibenden Eindruck. Mit seinen 16 Jahren wusste er ganz genau, was er wollte - eigenständig, stark im Charakter und zugleich voller Nähe.
Er liebte es zu kuscheln, besonders mit Filou, und sprang mir oft wie selbstverständlich auf die Schulter, um sich schnurrend um meinen Hals zu legen. So eigenwillig wie liebevoll hat er sich seinen Platz in meinem Herzen gesichert.
Im Alter von 17 Jahren ist Tammy an einer Niereninsuffizienz gestorben - viel zu früh für das, was wir uns noch gewünscht hätten. Aber unsere gemeinsame Zeit war kostbar. Und sie bleibt.

Aslan
Aslan war mehr als nur ein Familienmitglied - er war ein Stück meines Vaters, ein Teil von ihm, der bei uns blieb, nachdem er gegangen war. Als echter Papa-Hund war Aslan tief mit ihm verbunden - und durch ihn auch mit uns allen.
Er war einer der liebsten Hunde, die ich je kennenlernen durfte - sanft, geduldig, voller Herz. Ein echter Kinderhund, der jede Nähe zuließ und mit seiner ruhigen Art einfach alles mitmachte. Seine Gutmütigkeit war beeindruckend - er schenkte jedem Menschen Vertrauen. Fremde Hunde mochte er nicht besonders, aber Menschen - die liebte er von ganzem Herzen.
Mit sechs Jahren erkrankte Aslan an Epilepsie. Ein Jahr später mussten wir ihn schweren Herzens gehen lassen. Es war viel zu früh. Doch seine Liebe, seine Sanftheit und seine tiefe Verbundenheit mit unserer Familie bleiben unvergessen.

Ginny
Ginny war unsere erste Familienhündin - ein Labrador-Border-Collie-Schäferhund-Mix mit einem ganz eigenen Wesen. Wir nannten sie oft scherzhaft "Katze im Hundekörper", denn Nähe war bei ihr kein Dauerzustand, sondern eine bewusste Entscheidung.
Sie liebte es, draußen zu liegen - irgendwo im Schatten, eingegraben in der Erde, mit perfektem Überblick über das Geschehen. Sie war unabhängig, ruhig, fast ein wenig erhaben - eine Lady mit Haltung. Kein Drama, kein Theater - aber wenn sie etwas wollte, dann wusste sie genau, wie sie es bekommt.
Trotz ihrer Zurückhaltung war Ginny alles andere als distanziert. Sie war präsent, mit einer klaren inneren Ruhe - und einem überraschend lebendigen Jagdtrieb. Selbst mit 15 Jahren, übergewichtig, müde und längst graumeliert, war sie plötzlich hellwach, wenn ein Eichhörnchen über die Straße huschte. Dann hing sie in der Leine, als wäre sie wieder jung.
Ginny ist in hohem Alter gestorben - leise, ruhig, so wie sie gelebt hat. Sie bleibt in unserer Erinnerung als Hund mit Haltung. Und mit Wurzeln in der Erde.

Albus
Albus war ein Deutscher Schäferhund - und der erste Hund, den wir gehen lassen mussten. Er war ein Herzenshund, den mein Vater ausgesucht hatte - oder vielleicht war es auch umgekehrt, denn die Verbindung zwischen den beiden war sofort da.
Albus hatte ein ganz besonderes Wesen: gutmütig, menschenbezogen, voller Zuneigung. Er suchte Nähe, forderte sie liebevoll ein und war gern mittendrin, wenn wir als Familie zusammen waren. Mit anderen Hunden war er allerdings weniger freundlich - Spaziergänge mit ihm waren oft eine Herausforderung. Doch zu Hause war er ein treuer Gefährte, sanft und immer an unserer Seite.
Mit Ginny ist er aufgewachsen - zwei Hunde mit sehr unterschiedlichen Wesen, die mich durch meine Kindheit begleitet haben. Während Ginny mehr für sich war, suchte Albus die Verbindung- und hat uns damit viele wertvolle Momente geschenkt.
Zum Ende hin machte ihm eine starke Hüftdysplasie schwer zu schaffen. Nach dem Tod meines Vaters stand ein Umzug an - einer, den Albus körperlich und seelisch nicht mehr geschafft hätte. Schweren Herzens haben wir ihn mit zwölf Jahren gehen lassen. Aber in meinem Herzen ist er geblieben - als treuer Gefährte meiner Kindheit, als Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit und als Hund, der mich tief geprägt hat.
Ein Stück des Weges gemeinsam gegangen

Sir Pertly
Sir Pertly kam 2020 in mein Leben - ein Hannoveraner Wallach mit Charme, Charakter und einem ganz eigenen Kopf. Eigentlich suchte ich damals mit einer Freundin ein Pferd als Gesellschaftstier für ihr eigenes - und dann stand er plötzlich vor uns.
Seine ehemalige Besitzerin hatte ihn uns geschenkt. Sie konnte sich zeitlich und finanziell nicht mehr so um ihn kümmern, wie es ein Pferd mit gesundheitlichen Einschränkungen braucht. Pertly hatte einen Sehnenschaden und war zu dem Zeitpunkt nicht mehr reitbar - sie wünschte sich für ihn nichts sehnlicher als ein gutes, stabiles Zuhause. Das sollte er bekommen - und so wurde Pertly für zwei Jahre Teil meines Lebens.
Es brauchte Zeit, Geduld, Arbeit und gegenseitiges Vertrauen - aber wir konnten Pertly wieder reitbar machen: nicht für den großen Sport, aber als Freizeitpferd. Denn Vertrauen war bei ihm alles: Wer nicht klar und ruhig führen konnte, kam bei ihm nicht weiter. Er war freundlich, aber fordernd - ein Pferd, das echte Präsenz verlangte.
Mit der Zeit wurde mir bewusst, dass ich ihm nicht mehr gerecht werden konnte. Neben meinem Beruf, dem Dummysport mit Filou und dem Alltag fehlte die Zeit, die er brauchte und verdiente, um wirklich verbunden zu bleiben. Und ohne regelmäßige Arbeit schwand auch das Vertrauen zwischen uns.
Schweren Herzens habe ich ihn deshalb an eine liebe Freundin im Stall abgegeben - zunächst als Reitbeteiligung, später ganz. Für ihn hat sich wenig verändert: Er blieb in seiner Herde, bei vertrauten Menschen - und bekam die Aufmerksamkeit, die er verdient.
Ich habe ihn verschenkt, weil mir wichtig war, dass er seinen Platz behält - bei jemandem, der ihn versteht. Und das ist er heute: gut aufgehoben, mit Menschen, die ihn kennen.

Lucero
Lucero war kein Pferd, das hier in Deutschland im Stall stand - aber eins, das mich tief geprägt hat. Ein bildschöner Pura Raza Española (PRE), den meine Oma und ich gemeinsam gekauft haben, als seine damalige Besitzerin auf Mallorca in finanzielle Schwierigkeiten geriet.
Lucero lebte in einer kleinen, besonderen Welt: Auf dem mallorquinischen Hof einer Bekannten, die Dressurunterricht auf Hengsten anbot. Dort standen sechs Hengste gemeinsam - harmonisch, klar strukturiert, voller Ausdruck. Ein Umfeld, wie man es in Deutschland kaum findest.
Jedes Mal, wenn wir dort waren, ritten wir Lucero, kümmerten uns um ihn, lernten von ihm - und durch ihn. Besonders ich habe in dieser Zeit unglaublich viel über feines Reiten, über Körperbewusstsein und über das Wesen von Hengsten gelernt.
Lucero war stolz, sensibel und aufmerksam - ein Pferd, das gesehen werden wollte, und das so viel zurückgab, wenn man sich darauf einließ.
Als das Verhältnis zur damaligen Besitzerin zerbrach, kaufte sie Lucero zurück. Damit endete unser gemeinsamer Weg. Aber nicht das, was ich durch ihn mitgenommen habe.
Lucero steht für eine besondere Zeit - voller Gefühl, Tiefe und Reitkunst. Und für meine Liebe zu Pferden, die ihren Ursprung nicht in der Reitschule hat - sondern in echter Verbindung.
